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Gabi & Frank – die Fortsetzung

Gabi und Frank durfte ich schon einmal vor wenigen Monaten shooten. Als die Tage noch kürzer, die Temperaturen frostiger und die Natur deutlich karger waren. Nun hat sich erneut die Gelegenheit ergeben, die beiden vor meine Kamera zu bekommen. Gleiches Pärchen ganz anderer Look. Die beiden können so dermaßen cool!

See. Feel. Create. auf Rømø – kein Workshop für Feiglinge!

Wie erzählt man von etwas Unbeschreiblichem? Wie findet man Worte für etwas, das einen mehr als einmal sprachlos zurück lässt? Man verliert sich ja gerne mal in Superlativen. Einmalig, einzigartig, bahnbrechend, revolutionär, noch nie da gewesen, disruptive, game changing. Ich könnte ein ganzes Wörterbuch darüber ausleeren und es würde dem nicht annähernd gerecht. Diesem, nun ja, Workshop? Dieses Label hing zumindest an dem, was 14 mutige Fotografinnen und Fotografen, 2 herrlich Verliebte und 2 außergewöhnliche Veggie-Köche vom 16.-19. März auf vergleichsweise engem Raum auf Rømø gemeinsam miteinander erlebten.

Die beiden sehr außergewöhnlichen Menschen und Fotografen Sergej Falk und Björn Lexius luden ein zu einem Experiment. Wie sie es nannten. Zunächst auf der eigenen See. Feel. Create. Website klar umrissen, sollte alles doch ganz anders kommen. Aber der Reihe nach. Nach einem lockeren get together am Vorabend waren die beiden folgenden Vormittage ausgefüllt mit der jeweils persönlichen Vorstellung von Sergej und Björn. Es ging zunächst um die eigenen Lebensgeschichten, den Werdegang als Fotograf sowie einen Überblick zum jeweiligen kreativen Schaffen und aktuellen Arbeiten. Da standen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen also zwei Menschen und Künstler vor uns, zu denen wir alle allein schon aufgrund ihrer unglaublichen Bildsprache aufschauten. Wir wären wohl schon zufrieden gewesen, hätten sie uns einfach erklärt, wie man tolle Fotos schießt und als Fotograf erfolgreich wird. Es war aber so viel mehr als das.

Beide öffneten sich uns gegenüber als Menschen in einer Ehrlichkeit, die uns alle völlig überwältigte und regelrecht aufwühlte. Sie zeigten eben nicht nur ihre heutigen Erfolge und beindruckenden Resultate. Sondern erzählten von ihrem Weg dorthin. Von ihren eigenen Ängsten, Selbstzweifeln, den Niederlagen, Krisen und Schatten in ihrem Leben. Sie zeigten uns ihre eigene Verletzlichkeit, die tatsächlich ihre größte Stärke ist. Und wir begannen zu begreifen. Wir sahen nicht mehr nur die Ästhetik ihrer Bilder an der Oberfläche, sondern erkannten die Tiefe dahinter. Uns wurde immer bewusster, was Kunst und Kreativität tatsächlich bedeuten. Wie einzigartige, intensive Bilder wirklich entstehen. Welch manchmal auch schmerzhafter Prozess notwendig ist. Dass Licht (und Erleuchtung) den Schatten braucht. Und manchmal gilt, it’s okay, not to be okay. Das blieb nicht folgenlos. Ausnahmslos jeder von uns erkannte sich auf eigene Art wieder. Wurde sich der Zusammenhänge im eigenen Leben und Schaffen bewusst. Nachdem Björn und Sergej den ersten Schritt getan hatten, öffneten wir uns alle zunehmend in unterschiedlichsten Momenten. Und nicht umsonst wurde „See. Feel. Cry.“ sehr bald zum geflügelten Wort.

Die Abende und Nächte waren dafür umso ausgelassener. Bier und Gin flossen reichlich. Es wurde gesungen und gelacht. Zu all dem wurden Björn und Sergej im Wortsinn nicht müde, teilweise bis tief in die Morgenstunden die vorgesehenen Portfolio-Reviews und Einzelgespräche mit jedem von uns zu führen. Die Nachmittage waren vor allem dem gemeinsamen Shooten gewidmet. Dazu bietet Rømø mit seiner tollen Küste, kilometerbreiten, per Auto befahrbaren(!) Stränden, wunderschönen Dünenlandschaften und dem wechselvollen, teilweise dramatischem Wetter eine unglaublich atmosphärische Kulisse. Annie und Daniel, zwei ebenfalls ganz besondere Menschen und ein herrlich verliebtes Pärchen begleiteten uns nicht nur bei den Shootings. Die beiden verbrachten auch sonst den größten Teil der gemeinsamen Zeit mit uns. Daniel ist außerdem Kopf, Sänger und Gitarrist des Oldenburger Duos Letterbox Salvation und zog uns am Abend mit seinen stimmungsvollen Songs und einzigartigem New Folk Sound in seinen Bann.

Auch die Sorge für das leibliche Wohl war ein echtes Highlight. Aus dem zuvor eher spontanen Gedanken, sich die Tage über gemeinsam vegan zu ernähren wurde ein beeindruckendes Geschmackserlebnis. Vor allem für die ansonsten überzeugten Fleischesser unter uns. Sarah von veganguerilla.de und Olli kochten super einfallsreich und es schmeckte einfach Hammer gut.

So war bei diesem Workshop wirklich alles dabei. Emotion pur, tiefe Erkenntnisse, unglaublich viel Spaß miteinander, wertvolle Tipps, Impulse und Learnings für den eigenen Weg in der Fotografie. Ich bin einfach zutiefst dankbar, diese Zeit mit so besonderen und wertvollen Menschen verbracht haben zu dürfen. Dass so viele völlig unterschiedliche Menschen in kürzester Zeit so zusammenwachsen können, Freunde werden, beeindruckt nachhaltig. So bleiben als Fazit die prägendsten Attribute: Offenheit, Ehrlichkeit, Herzlichkeit, Inspiration, Freude, Mut.

Der größte Teil der folgenden Bilder konnte nur durch die gemeinsame Inspiration und Kreativität entstehen. In erster Linie durch Björn und Sergej. Darum möchte ich allen hier noch einmal persönlich danken.

Sergej FalkBjörn Lexius 

Isabell WadelTami DoikasManuela ClemensTanja & Michael StenitschkaAnne JukaFranziska HainKatharina HaußmannJens WildMilad AhmadvandJoris Gärmer 

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Schafschur im Donau-Ries für Kaipara Sportswear

Ende Februar hatte ich die außergewöhnliche Möglichkeit, eine Schafschur im Donau-Ries im Auftrag von Kaipara Sportswear als Reportage zu fotografieren. Die Schafschur findet hierzulande einmal im Jahr statt und stellt auch für die Tiere eine Erleichterung dar. Bei steigenden Temperaturen im Frühjahr beginnen die Schafe unter ihrem dicht gewachsenen Fell zunehmend zu schwitzen. Faszinierend war der Kontrast zwischen der vermeintlichen Niedlichkeit und sprichwörtlichen Friedfertigkeit der Schafe und der knallharten, kräftezehrenden Arbeit der Scherer. 600 Tiere wurden von 6 Schafscherern innerhalb eines Tages von ihrer weichen Wolle befreit. Dabei benötigt ein Scherer zwischen 2 bis 2,5 Minuten pro Tier, das um die 100 kg Lebendgewicht auf die Waage bringt. Bis auf eine einzige Pause mit einem deftigen Mittagsmahl arbeiteten die 6 Männer pausenlos durch. Auch sonst sind mehr als ein Dutzend Helfer die ganze Zeit mit dabei, um die Schafe vorzuselektieren, sie einzeln den Scherern zu positionieren, die geschorene Wolle einzusammeln und den geschorenen Tieren den Weg ins Gatter zu erleichtern. Die folgenden Bilder geben einen Eindruck über die knochenharte, völlig traditionelle Arbeit mit diesen besonderen Tieren.

BA6A5645.jpgBA6A5668.jpgBA6A5685.jpgBA6A5694.jpgBA6A5703.jpgBA6A5697.jpgBA6A6055.jpgBA6A5716.jpgBA6A5975.jpgBA6A5722.jpgBA6A5882.jpgBA6A5774.jpgBA6A6236.jpgBA6A5794.jpgBA6A5892.jpgBA6A5965.jpgBA6A6137.jpgBA6A6203.jpgBA6A5754.jpgBA6A6339.jpgBA6A5906.jpgBA6A5824.jpgBA6A5895.jpgBA6A5809.jpgBA6A6288.jpgBA6A6100.jpgBA6A6269.jpgBA6A5935.jpgBA6A5664.jpg