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Mensch & Maschine – Peter und sein Mercedes 190SL Roadster

Als erfolgreicher Familienvater und Geschäftsmann ist es wichtig, auch ein Stück ganz eigenes, privates Glück zu pflegen. Peter hatte schon immer Sinn für besonders schöne und stilvolle Autos. Dazu zählen auch besonders die mittlerweile automobilen Klassiker, die zur Zeit der eigenen Kindheit noch zum gewöhnlichen Straßenbild gehörten oder gar schon damals die großen Träume weckte.

Bei Peter war dies zunächst ein Alfa Romeo Giulietta Spyder aus der Mitte der 50er Jahre, wie ihn seinerzeit sein Vater fuhr. Ein zunächst verheißungsvolles Exemplar stellte sich bei der ersten Besichtigung dann aber als völliger Reinfall dar. Dafür stand dort ebenfalls ein weißer Mercedes 190SL, Baujahr 1960 zum Verkauf. Der Wagen hatte die 20 Jahre davor in einem privaten Museum verbracht und war in entsprechend tadellosem Zustand. Der Alfa war schnell vergessen – der Mercedes dafür nicht.

Heute fährt und pflegt Peter seinen 190er mit großer Leidenschaft. Kleinere Schrauberarbeiten führt er mit Hingabe selbst durch. Und er weiß etliche Anekdoten zu erzählen über manche akuten technischen Herausforderungen während diverser Ausfahrten und Reisen mit dem Klassiker. Er tut dies aber stets mit einem liebevollen Schmunzeln. So ein Klassiker spricht einfach alle Sinne an und wächst einem mit all seinen Macken über die Jahre ans Herz. Peters 190SL gehört jedenfalls fest zur Familie und wird dort wohl auch die nächste Generation erleben.

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Gabi & Frank – die Fortsetzung

Gabi und Frank durfte ich schon einmal vor wenigen Monaten shooten. Als die Tage noch kürzer, die Temperaturen frostiger und die Natur deutlich karger waren. Nun hat sich erneut die Gelegenheit ergeben, die beiden vor meine Kamera zu bekommen. Gleiches Pärchen ganz anderer Look. Die beiden können so dermaßen cool!

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See. Feel. Create. auf Rømø – kein Workshop für Feiglinge!

Wie erzählt man von etwas Unbeschreiblichem? Wie findet man Worte für etwas, das einen mehr als einmal sprachlos zurück lässt? Man verliert sich ja gerne mal in Superlativen. Einmalig, einzigartig, bahnbrechend, revolutionär, noch nie da gewesen, disruptive, game changing. Ich könnte ein ganzes Wörterbuch darüber ausleeren und es würde dem nicht annähernd gerecht. Diesem, nun ja, Workshop? Dieses Label hing zumindest an dem, was 14 mutige Fotografinnen und Fotografen, 2 herrlich Verliebte und 2 außergewöhnliche Veggie-Köche vom 16.-19. März auf vergleichsweise engem Raum auf Rømø gemeinsam miteinander erlebten.

Die beiden sehr außergewöhnlichen Menschen und Fotografen Sergej Falk und Björn Lexius luden ein zu einem Experiment. Wie sie es nannten. Zunächst auf der eigenen See. Feel. Create. Website klar umrissen, sollte alles doch ganz anders kommen. Aber der Reihe nach. Nach einem lockeren get together am Vorabend waren die beiden folgenden Vormittage ausgefüllt mit der jeweils persönlichen Vorstellung von Sergej und Björn. Es ging zunächst um die eigenen Lebensgeschichten, den Werdegang als Fotograf sowie einen Überblick zum jeweiligen kreativen Schaffen und aktuellen Arbeiten. Da standen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen also zwei Menschen und Künstler vor uns, zu denen wir alle allein schon aufgrund ihrer unglaublichen Bildsprache aufschauten. Wir wären wohl schon zufrieden gewesen, hätten sie uns einfach erklärt, wie man tolle Fotos schießt und als Fotograf erfolgreich wird. Es war aber so viel mehr als das.

Beide öffneten sich uns gegenüber als Menschen in einer Ehrlichkeit, die uns alle völlig überwältigte und regelrecht aufwühlte. Sie zeigten eben nicht nur ihre heutigen Erfolge und beindruckenden Resultate. Sondern erzählten von ihrem Weg dorthin. Von ihren eigenen Ängsten, Selbstzweifeln, den Niederlagen, Krisen und Schatten in ihrem Leben. Sie zeigten uns ihre eigene Verletzlichkeit, die tatsächlich ihre größte Stärke ist. Und wir begannen zu begreifen. Wir sahen nicht mehr nur die Ästhetik ihrer Bilder an der Oberfläche, sondern erkannten die Tiefe dahinter. Uns wurde immer bewusster, was Kunst und Kreativität tatsächlich bedeuten. Wie einzigartige, intensive Bilder wirklich entstehen. Welch manchmal auch schmerzhafter Prozess notwendig ist. Dass Licht (und Erleuchtung) den Schatten braucht. Und manchmal gilt, it’s okay, not to be okay. Das blieb nicht folgenlos. Ausnahmslos jeder von uns erkannte sich auf eigene Art wieder. Wurde sich der Zusammenhänge im eigenen Leben und Schaffen bewusst. Nachdem Björn und Sergej den ersten Schritt getan hatten, öffneten wir uns alle zunehmend in unterschiedlichsten Momenten. Und nicht umsonst wurde „See. Feel. Cry.“ sehr bald zum geflügelten Wort.

Die Abende und Nächte waren dafür umso ausgelassener. Bier und Gin flossen reichlich. Es wurde gesungen und gelacht. Zu all dem wurden Björn und Sergej im Wortsinn nicht müde, teilweise bis tief in die Morgenstunden die vorgesehenen Portfolio-Reviews und Einzelgespräche mit jedem von uns zu führen. Die Nachmittage waren vor allem dem gemeinsamen Shooten gewidmet. Dazu bietet Rømø mit seiner tollen Küste, kilometerbreiten, per Auto befahrbaren(!) Stränden, wunderschönen Dünenlandschaften und dem wechselvollen, teilweise dramatischem Wetter eine unglaublich atmosphärische Kulisse. Annie und Daniel, zwei ebenfalls ganz besondere Menschen und ein herrlich verliebtes Pärchen begleiteten uns nicht nur bei den Shootings. Die beiden verbrachten auch sonst den größten Teil der gemeinsamen Zeit mit uns. Daniel ist außerdem Kopf, Sänger und Gitarrist des Oldenburger Duos Letterbox Salvation und zog uns am Abend mit seinen stimmungsvollen Songs und einzigartigem New Folk Sound in seinen Bann.

Auch die Sorge für das leibliche Wohl war ein echtes Highlight. Aus dem zuvor eher spontanen Gedanken, sich die Tage über gemeinsam vegan zu ernähren wurde ein beeindruckendes Geschmackserlebnis. Vor allem für die ansonsten überzeugten Fleischesser unter uns. Sarah von veganguerilla.de und Olli kochten super einfallsreich und es schmeckte einfach Hammer gut.

So war bei diesem Workshop wirklich alles dabei. Emotion pur, tiefe Erkenntnisse, unglaublich viel Spaß miteinander, wertvolle Tipps, Impulse und Learnings für den eigenen Weg in der Fotografie. Ich bin einfach zutiefst dankbar, diese Zeit mit so besonderen und wertvollen Menschen verbracht haben zu dürfen. Dass so viele völlig unterschiedliche Menschen in kürzester Zeit so zusammenwachsen können, Freunde werden, beeindruckt nachhaltig. So bleiben als Fazit die prägendsten Attribute: Offenheit, Ehrlichkeit, Herzlichkeit, Inspiration, Freude, Mut.

Der größte Teil der folgenden Bilder konnte nur durch die gemeinsame Inspiration und Kreativität entstehen. In erster Linie durch Björn und Sergej. Darum möchte ich allen hier noch einmal persönlich danken.

Sergej FalkBjörn Lexius 

Isabell WadelTami DoikasManuela ClemensTanja & Michael StenitschkaAnne JukaFranziska HainKatharina HaußmannJens WildMilad AhmadvandJoris Gärmer 

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Gabi & Frank

Anfang Februar durfte ich mit Gabi und Frank ein Shooting in den Feldern hinter Waldbronn bei Karlsruhe machen. Die Beiden sind seit über 20 Jahren ein Paar und seit 2 Jahren ein glücklich verheiratetes dazu. Faszinierend zu sehen, wie nah sie sich einerseits sind nach den vielen gemeinsamen Jahren und noch immer (oder mehr denn je) wie frisch verliebt miteinander umgehen.

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Way to live Photography – Über einen ganz besonderen Workshop

„Warum und wofür fotografierst du?“ Das war nicht nur eine der ersten Fragen, mit denen ich an einem sommerlichen Freitagabend in einem stilvollen Loft einer ehemaligen Schirmfabrik in Kirchentellinsfurt bei Tübingen konfrontiert wurde. Sie war von da an Ausgangs- und Kernpunkt der zwei Tage, die ich mit den großartigen Menschen und Fotografen Daniela Reske und Elmar Feuerbacher sowie anderen lieben Kollegen verbringen durfte.

Way to live Photography – nicht nur ein Workshop der ganz eigenen Art, sondern eine Aufforderung, eine Fragestellung, eine innere Überzeugung. Wege kann man willkürlich gehen oder bewusst. Sie können in die Irre führen oder in die bestmögliche Richtung. Ich kann mich auf ihnen festfahren oder ganz Neues darauf entdecken. Umwege können großartig sein, wenn ich sie bewusst einschlage und richtig nutze.

Was hat das nun mit Fotografie zu tun? Wer erst einmal die Prinzipien von Blende und Verschlusszeit verstanden, Gestaltungsregeln und Bildkomposition verinnerlicht, jede Menge Shooting-Praxis gesammelt, Bildbearbeitung und Workflows ausreichend trainiert und sich auch sonst viel Wissen und Erfahrung als Fotograf angeeignet hat. Der merkt hoffentlich eher früher als später, dass wirklich gute Bilder, echte kreative Erfüllung sich aus einer viel tiefer liegenden Ebene speisen.

Und so wird aus „Warum und wofür fotografierst du?“ erst mal ein „Warum und wofür lebst du?“ Was treibt mich an? An welche Werte glaube ich? Worin finde ich Glück? Was bremst mich, hält mich auf? Sehr existentielle Fragen, die sicher nicht abschließend in zwei Tagen zu beantworten sind. Sollen sie auch nicht. Aber sich genau darüber einmal sehr konzentriert und in dennoch entspannter Atmosphäre mit Gleichgesinnten auszutauschen, ist eine ungeheuer bereichernde Erfahrung.

Dabei blieb es längst nicht so nebelig, wie die bisherige Erzählung befürchten ließe. Es wurde sehr konkret und stellenweise sogar anstrengend. Gut so. Daniela und Elmar, die Initiatoren und Moderatoren von Way to live Photography sind zwei ganz besondere Menschen, Denker, kreative Persönlichkeiten und Fotografen. Sie führten mich und die anderen Teilnehmer durch die zwei Tage ohne starre Antworten oder vorgefertigte Lösungen. Eher Begleiter als Lehrer. Sie schufen buchstäblich Raum zum (laut) Denken, Fühlen, Entdecken, Ermutigen.

Jeder brachte 10 eigene Lieblingsfotos mit, die wir gegenseitig und gemeinsam analysierten. Was sagen die Bilder über den Menschen hinter der Kamera jeweils aus? Welcher Stil, welche Aussage prägen sie? Und was lösen sie beim Betrachter aus? Absolut lehrreich und bereichernd war es, hier einmal Eigenwahrnehmung mit Fremdwahrnehmung zusammenzubringen. Dann tauschten wir uns über Werte, individuelle Leitsätze für das kreative Schaffen aus. Und schließlich ging es noch sehr konkret um unsere jeweiligen Wünsche und Ziele zu unserer künftigen individuellen fotografischen Entwicklung. Hier wurden Daniela und Elmar zu echten Coaches, die mit unglaublich viel Erfahrung, Empathie und Fachwissen wertvolle Tipps und Hinweise zur Realisierung gaben.

Fazit: Die zwei Tage haben nicht nur unglaublich Spaß gemacht, sie waren buchstäblich erhellend und haben mir persönlich sowohl grundsätzliche als auch ganz konkrete Hilfestellung gegeben, die Fotografie von innen heraus zu leben. Mut zu haben statt Bedenken. Selbst zu erschaffen statt nur nachzueifern. Kreativität als Weg und nicht als Ziel zu begreifen.

Let it flow hat der Elmar gesagt. Und er hat so Recht!

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California Road Trip – Pacific Coast Highway

Die Mutter aller Roadtrips ist wohl eine Reise entlang des Pacific Coast Highway zwischen Los Angeles und San Francisco. Von LA aus ging es zunächst auf den Highway No. 1 über Pismo Beach und Carmel, vorbei am schönsten Teil Big Sur bis nach San Francisco. Danach zurück mit einem Abstecher über Palm Springs und den Joshua Tree National Park. Die Kalifornische Küste und Strände zählen zu den atemberaubendsten überhaupt. Vor allem das samtweiche Licht in den frühen Morgen- und Abendstunden an einsamen Pazifikstränden oder wilden Klippen ist spektakulär.

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Mit dem MÜNCHNER KNABENCHOR quer durch München

In Vorbereitung ihrer nächsten Korea-Tournee sollte ein neues Foto-Shooting mit dem MÜNCHNER KNABENCHOR entstehen vor der Kulisse der Münchner Altstadt.

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Lissabon

Seit ich das erste Mal Portugals südwestliche Algarve-Küste bereiste, hat mich dieses Land mit seinen unglaublichen Landschaften und den besondereren Menschen dort fasziniert. Diesmal interessierte mich vor allem die Hauptstadt Lissabon, die einen ganz eigenen Charme hat. Die unglaubliche Offenheit, Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Portugiesen ist legendär. Besonders anziehend empfinde ich dort jedoch das Lebensgefühl der Menschen, in dem sich pure Lebenslust mit einer tief liegenden, geheimnisvollen Sehnsucht und Melancholie, der Sautade, mischt. Dazu kommt, dass sich Lissabon, anders als viele andere große Metropolen, ihren Ursprung und tief ehrlichen Charakter bewahrt hat.

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Reykjavik im Januar

Im Januar nach Island? Was zunächst nach einer Schnapsidee klingt, entpuppte sich letztlich als einer der besten Spontan-Trips ever. Vier Tage Reykjavik und ein bisschen durch Islands Süd-Westen touren waren ein erster Einstieg in dieses faszinierende und in gleich mehrfacher Hinsicht einzigartige Stück Insel im Nordatlantik.

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RetroClassics in Stuttgart

Die RetroClassics in Stuttgart hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der Top Veranstaltungen rund um das Thema klassische Automobile entwickelt.

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